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So klingt Reformation

Martin Zeller leitet den Reformations-Projektchor und das Reformations-Projektorchester.

Musikalische Leckerbissen passend zum heurigen 500-Jahr-Jubiläum der Reformation präsentierte Wiens Diözesankantorin Yasuko Yamamoto am Sonntagnachmittag, 21. Mai, in der Gustav-Adolf-Kirche in Wien-Gumpendorf. Unter dem Motto „‚Ein feste Burg ist unser Gott‘ – Alt und Neu“ wurden nicht nur zwei Auftragsarbeiten uraufgeführt, es trat auch das neu gegründete Projektorchester „Reformation-Wien-2017“ samt Projektchor auf, den evangelische Chorsängerinnen und -sänger aus Wien bildeten.

Der Posaunenchor „Ökumenobrass“ unter Leitung von Laila Schubert eröffnete das Festkonzert mit dem Vorspiel „Ein Feste Burg“, modern komponiert von Christoph Georgii, von der Empore der Gustav-Adolf-Kirche. Danach erklang die Kantante Nr. 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“ nach Johann Sebastian Bach aus dem 18. Jahrhundert. Dabei harmonierte das Projektorchester wie der Projektchor unter Leitung von Martin Zeller hervorragend. Die Professionalität und Erfahrung des Dirigenten war spür- und hörbar, leitet Zeller doch die Wiener Evangelische Kantorei, die zweimal im Jahr in der Gumpendorfer Kirche auftritt. Dazu verfeinerten die Solisten Marelize Gerber (Sopran), Daniel Ottischnig (Tenor), Monika Schwabegger (Alt) und Yasushi Hirano (Bass) das Hörerlebnis der 200 Besucherinnen und Besucher.

Nicht weniger beeindruckend erklang danach die Uraufführung der von Martin Zeller zum 500-Jahr-Jubiläum komponierten Reformationskantate, dessen Dramaturgie drei Teile beschreibt: I. Aus tiefer Not schrei ich zu dir, II. Verleih uns Frieden, III. Ein feste Burg ist unser Gott. Dabei gelang es Zeller ausgezeichnet, das Publikum im zweiten und dritten Teil einzubinden. So erklang seine Kantate nicht nur von der Bühne und von den Trompeten auf der Empore, sondern auch in den Kirchenbänken. Fazit: So klingt Reformation.

Ohrwurm-tauglich zeigte sich die zweite Uraufführung eines Auftragswerks: Wolfgang Nening, Chorleiter in der Gnadenkirche in Wien-Favoriten, hat zum Reformationsjubiläum einen Gospel-Song zu Luthers Lied „Ein feste Burg“ komponiert. „Auf Englisch natürlich“, kündigte Yasuko Yamamoto an, „denn Wien ist international.“ Der Projektchor sang den Gospel „Our God is a mighty fortress“ voller Begeisterung und unterstützt vom Evangelischen Kirchenchor aus Stockholm unter Leitung von Gunnar Gillfors. Yamamotos Fazit zum Gospel-Song: „Das wird ein Hit!“

Zum Abschluss spielte Yasuko Yamamoto an der Orgel „The Strong-Tower-Postlude“ von Matthias Nagels Umsetzung von „Ein feste Burg ist unser Gott“. Die Orgel, so Yamamoto zuvor, sei in die Jahre gekommen und benötige einen Check-Up – darum floss die freie Spende, die an dem Sonntagnachmittag, zusammengekommen war, in die Renovierung der Gumpendorfer Hesse-Orgel.

Wer singt, betet zweimal – davon war Reformator Martin Luther überzeugt. Luther schrieb neben „Ein feste Burg ist unser Gott“, 35 weitere Lieder, durch die die reformatorische Botschaft ebenfalls weiterverbreitet wurde. Musik ist eine zentrale, spirituelle Kraft des christlichen Glaubens – in dieser Tradition sieht sich auch Kirchenmusikerin Yasuko Yamamoto.

Sie haben Lust, im Projektchor 2017 mitzusingen? Sehr gerne! Sängerinnen und Sänger werden für den Auftritt auf dem Reformationsfest am 30. September 2017 in Wien (www.fest500.at) gesucht. Wenden Sie sich gerne an Yasuko Yamomoto unter musik.wien@evang.at

http://www.evang-wien.at/news/so-klingt-reformation

Martina Schomaker-Engemann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Diözese Wien, Evangelische Superintendentur A.B.

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