Diesen Artikel jetzt teilen
margot_kaessmann

Margot Käßmann, Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum 2017. 

Der Gedanke der Freiheit war und ist für die Kirche der Reformation von zentraler Bedeutung. In seinem Sermon „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ hat Martin Luther dies auf bis heute bemerkenswerte Weise ausgeführt. Der Konflikt eskalierte bis hin zu Luthers berühmtem Auftritt vor dem Reichstag in Worms in der Haltung: „Ich stehe hier, ich kann nicht anders, Gott helfe mir. Amen“. Ob dieser Satz wörtlich so gefallen ist, darüber streiten Historiker. Aber er drückt Haltung aus. Die Haltung der Freiheit eines Christenmenschen. Und genau diese ist immer wieder aktuell geworden, mit ihr haben Christinnen und Christen vor Ideologien und brutaler Unterdrückung immer wieder ihre Freiheit bewahrt.

Diese Freiheit berührt zuallerst Glaubensfragen, jeder Zwang wird hier abgewehrt. Daraus entsteht die Freiheit des Gewissens, die sich dann als verantwortliche Freiheit im persönlichen und öffentlichen Leben fortsetzt. […] Freiheit im evangelischen Sinne weiß sich immer bezogen auf die Gemeinschaft.

Luthers Freiheitsbegriff hat in der Tat zu mancher Freiheit heute geführt. „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ als Stichworte der französischen Revolution haben im Gedanken der Freiheit eines Christenmenschen durchaus Wurzeln. Selbst denken, selbst urteilen – das sind refomatorische Errungenschaften. Freiheit – ein alter Begriff – kommt wieder in Mode dieser Tage. Menschen stehen in vielen Ländern der Erde auf für ihre Freiheit: Redefreiheit, Pressefreiheit, Bewegungsfreiheit, gleiche Freiheit für Männer und Frauen […]. Wir spüren eine Antriebskraft der Freiheit, die Mutlose mutig werden läßt, Verzagte auf die Straße treibt, Ängstliche zum Aufbegehren bringt. Die Frage wird sein, ob Christinnen und Christen sich ihres Erbes bewusst genug sind, um energisch für die Freiheit einzutreten – für die eigene, aber vor allem auch für die Freiheit des anderen. Es geht zuallererst um die Freiheit, die uns Christus schenkt. In der Konsequenz geht es immer auch um Freiheit des Gewissens, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit […].

Auszug aus der Predigt von Dr. Margot Käßmann am 6. Dezember 2015 in der Lutherischen Stadtkirche, Wien, in (Hg.) Evangelische Kirche A.B, Evangelische Kirche H.B. und Evangelisch-methodistische Kirche: 2017 – Jahr des Glaubens – Gottesdienste zum Jahresschwerpunkt, Evangelischer Presseverband, Wien 2016

Eröffnungsmusik zum 3. Ödenburger Landtag am 18.12.1634 und Huldigungsmusik für die Kaiser aus dem Hause Habsburg anlässlich des Westfälischen Friedens zu 9, 14 & 17 vocibus / dolce risonanza

Ein besonderes Highlight, das einmalig aufgeführt wird.

Konzertreihe anlässlich der Ausstellung „Brennen für den Glauben. Wien nach Luther“ im Wien Museum

Martin Luther, Fegefeuer und Ablasshandel Ein geschichtlicher Überblick zur Reformation

Die Welt befindet sich im Spätmittelalter und in der beginnenden Neuzeit im Umbruch. Es gibt keine Sicherheiten mehr, die Menschen suchen nach etwas, das ihnen Gewissheiten geben kann und die Welt erklärt.

Erlebe Martin Luthers Abenteuer Lerne den Reformator Luther spielerisch kennen!

Martin Luther soll ein mal gesagt haben: Das Evangelium kann nur mit Humor gepredigt werden!

Religion für Einsteiger Luthers revolutionäre Einsicht

Wie sich bei Luther die Erkenntnis durchsetzte: Du bist geliebt, du musst nichts dafür tun.

Gibt es Wunder? Wunder sind keine objektiven, gleichsam gerichtsverwertbaren Beweise.

Doch es gibt sie bis heute in zahlreichen Formen.