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Der Augsburger Religionsfriede 1555, Original mit Unterschrift Ferdinands I.

© Österreichische Staatsarchiv, Abteilung Haus-, Hof- und Staatsarchiv

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Jakob Seisenegger, Predigt in der Wiener Augustinerkirche 1561

© Graf Harrach´sche Familiensammlung, Schloss Rohrau, NÖ

Großes Foto: Ansicht von Hernals. „Auslaufen“ der Wiener Protestanten zum Gottesdienst in die evangelische Hochburg. 1649 © Wien Museum

Noch bis Sonntag, 14. Mai, ist die Ausstellung „Brennen für den Glauben. Wien nach Luther“ im Wien Museum am Karlsplatz zu sehen. Sie erinnert daran, dass auch Wien für einige Jahrzehnte eine mehrheitlich protestantische Stadt war.

Mit der Veröffentlichung seiner 95 Thesen gegen den Ablasshandel gab Martin Luther 1517 die Initialzündung für die Reformation. Zum 500-Jahr-Jubiläum erinnert das Wien Museum daran, dass selbst Wien für einige Jahrzehnte eine mehrheitlich protestantische Stadt war.

Um 1500 veränderten Renaissance und Humanismus, die Entdeckung Amerikas und die Erfindung des Buchdrucks die Weltsicht in Europa grundlegend. Auch Wien war im Wandel: Die Universität blühte auf, wichtige Gelehrte wirkten in der Stadt, Luthers Ideen fielen auf fruchtbaren Boden, auch Kaiser Maximilian fand daran Gefallen. Doch dessen Nachfolger duldeten keinen evangelischen Gottesdienst. Der Bevölkerung blieb das „Auslaufen“ in die adeligen Schlösser der Umgebung, besonders Hernals wurde ein bedeutendes Zentrum der protestantischen Kultur.

Mit drei herausragenden Originaldokumenten – den abgedruckten Thesen Luthers von 1517, dem Augsburger Bekenntnis von 1530 und dem Augsburger Religionsfrieden von 1555 – richtet die Ausstellung den Blick auch über Wien hinaus.

Text: Wien Museum / Kuratoren: Rudolf Leeb, Walter Öhlinger, Karl Vocelka

Weitere Informationen:

Folder_Brennen_fuer_den_Glauben

Presseinformation_Brennen_fuer_den_Glauben

http://www.wienmuseum.at/de/aktuelle-ausstellungen/ansicht/brennen-fuer-den-glauben-wien-nach-luther.html

 

Begleitet wird die Ausstellung von der Konzertreihe Andreas Rauch (1592 – 1656), Protestantischer (Kirchen-)Musiker in Wien und Ödenburg (1-4) und der Gesprächsreihe „2017 – Glaube im Gespräch“.

Veranstaltungstipps:

„Concentus Votivus“ (1635) aus dem „Currus Triumphalis“ (1648)
Eröffnungsmusik zum 3. Ödenburger Landtag am 18.12.1634 und Huldigungsmusik für die Kaiser aus dem Hause Habsburg anlässlich des Westfälischen Friedens zu 9, 14 & 17 vocibus / dolce risonanza
Dieses besondere Highlight wird einmalig aufgeführt am: 01.05.2017, 19.30 Uhr, Lutherische Stadtkirche, Dorotheergasse 18, 1010 Wien

Die Gesprächsreihe 2017: Glaube im Gespräch

Termine und Themen (jeweils donnerstags von 19.00 Uhr – 20.30 Uhr in der Evangelischen Volksschule am Karlsplatz)

27.04.2017: Was glauben Menschen mit Behinderung?

18.05.2017: Was glauben Menschen aus der Welt der Medien?

vorgetragen von Barbara Auer, Peter Lohmeyer und Christian Nickel

musikalisch interpretiert vom Trio „Echoes of Scripture“

Betrachtung von Margot Käßmann

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