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Von Zillerthal nach Zillerthal

Vor 180 Jahren, zwischen dem 31. August und dem 4. September 1837, mussten 427 Männer, Frauen und Kinder das Zillertal verlassen, weil sie sich zum Protestantismus bekannten. Zuvor war ihnen die Gründung einer evangelischen Gemeinde von Kaiser Franz I. im Jahr 1834 verweigert worden. Ferdinand I. schließlich verwies die Zillertaler Protestanten des Landes. Diese wanderten in vier Gruppen aus. Elf von ihnen nach Kärnten und in die Steiermark, die anderen nach Schlesien im heutigen Polen, wo sie sich in Zillerthal-Erdmannsdorf niederließen. Dort hatte ihnen König Friedrich Wilhelm III. im Gebiet des Riesengebirges Land zur Verfügung gestellt. Später wanderten einige der Zillertaler nach Chile aus.

Für das Buch „Von Zillerthal nach Zillerthal. Der Weg der Zillertaler Protestanten von Tyrol nach Preussisch-Schlesien im Jahr 1873“ (erschienen bei Morawa Lesezirkel) begaben sich Annegret Waldner und Sonja Fankhauser auf Spurensuche und folgten dem Weg der Protestanten vom Tiroler ins preussisch-schlesische Zillerthal. Die Reisestrecke über 700 km, die diese Menschen unter für heutige Leser fremden Bedingungen zurücklegten, wurde von den Autorinnen nicht nur in den historischen Quellen aufgespürt und nachgezeichnet, sondern auch nachgewandert. So entstand im Unterwegs-Sein eine Annäherung an jene Eindrücke, die den damaligen Reisenden widerfuhren. Das Lese- und Wanderbuch zeichnet ein umfassendes Bild des historischen und des heutigen Weges, das die Autorinnen den Lesern und Wanderern mit auf den Weg geben möchten.

„Das Konzept als Reise-, Wander- und Geschichtsführer auf den Spuren der Vertriebenen geht auf. Man nimmt das Buch gern zur Hand, egal, ob man es als Geschichtsquelle nützen will oder als Wegbegleiter.“ (Presse am Sonntag)

Info: Annegret Waldner und Sonja Fankhauser, „Von Zillerthal nach Zillerthal. Der Weg der Zillertaler Protestanten von Tyrol nach Preussisch-Schlesien im Jahr 1837“, ISBN 978-3-99057-729-5, 276 Seiten, 27,90 Euro.

Text:epdÖ

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