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Einladung zum deutsch-österreichischen ökumenischen Gedenkgottesdienst am 8. April, 11 Uhr, in Dachau

Der erste Transport nach dem „Anschluss“ Österreichs traf am 2. April 1938 in Dachau ein. Unter den 150 NS-Verfolgten befanden sich Angehörige der österreichischen konservativen Regierungspartei Vaterländische Front, ebenso wie ihre Kontrahenten, Sozialdemokraten und Kommunisten, aber auch eine größere jüdische Gruppe. Das erste Mordopfer aus diesem Transport war der jüdische Gewürzhändler Johann Kotanyi, der noch im April 1938 von den SS-Schergen in den Suizid getrieben wurde.

Die Predigt im Gedenkgottesdienst hält Bischof Michael Bünker von der Evangelischen Kirche A. B. in Österreich, der auch Generalsekretär der Gemeinschaft Evangelischer Kirche in Europa (GEKE) ist.

MItwirken wird zudem Konsistorialrat Pfarrer em. Alfons Einsiedl, Diözese Linz, dessen Großvater Alois Renoldner (1884-1966) 1938 als Gendamerie-Oberst aus Österreich ins KZ Dachau verschleppt worden war.

Des Weiteren sind Pastoralreferent Ludwig Schmidinger als Bischöflicher Beauftragter für KZ-Gedenkstättenarbeit in der Erzdiözese München und Freising und sowie Kirchenrat Björn Mensing, Landeskirchlicher Beauftragter für evangelische Gedenkstättenarbeit der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, an der Gottesdienstgestaltung beteiligt.

Interessierte sind herzlich eingeladen, an dem Gottesdienst teilzunehmen. Für den frühen Nachmittag kann auf Anfrage ein thematischer Rundgang durch die KZ-Gedenkstätte „auf den Spuren“ der Österreicher angeboten werden.

 

Kontakt:

Kirchenrat Dr. Björn Mensing, Pfarrer und Historiker

Landeskirchlicher Beauftragter für evangelische Gedenkstättenarbeit der Evang.-Luth. Kirche in Bayern

Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau Alte Römerstraße 87 85221 Dachau
pfarrer.mensing@t-online.de, www.versoehnungskirche-dachau.de

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