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Monika-Meyer

Luthers neue Ideen sind nicht nur von Männern aufgenommen worden, sondern massgeblich auch von Frauen, die seine Thesen aufgegriffen und durchaus an deren Verbreitung mitgewirkt haben. Sie haben Flugschriften verfasst, sich mit Universitätsprofessoren angelegt und forderten Antworten auf ihre Fragen. Sie riskierten Schwierigkeiten in ihren Familien, wurden öffentlich verhöhnt, scheuten aber weder Verfolgung noch Bestrafung.

Wir Frauen von heute sind emanzipiert; wir verwalten unser eigenes Vermögen, haben Arbeit, treten selbstsicher in der Öffentlichkeit auf und wissen um unsere Werte. Wir haben uns unsere Rechte mühsam erkämpft und sind stolz auf das, was wir erreicht haben – wiewohl es noch immer viel zu tun gibt.

Wenn wir aber 500 Jahre zurückschauen, können wir nur noch staunen über den Mut, den manche Frau im Mittelalter aufbrachte, wenn sie unter Lebensgefahr ihr Kloster verließ, vor gelehrten Männern ihr Verständnis der Bibel vertrat oder ihre Talente in Literatur und Musik auslebte.

In Österreich gab es neben vielen anderen – wohl zwei Jahrhunderte später – eine Holzknechtsfrau, die Bibeln nach Österreich schmuggelte.

Sie alle sind es wert, über sie zu lernen und zu staunen.

Nähere Informationen über die vielen Gesichter der Reformation – unter anderem auch über evangelische Frauen, die in Österreich reformatorische Impulse gesetzt haben – finden Sie, wenn Sie den unten stehenden Links folgen.

www.frauenundreformation2017.at
www.frauen-und-reformation.de

Mag.a Monika Meyer, Mitglied im Leitungsteam der Evangelischen Frauenarbeit EFA Österreich

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