Diesen Artikel jetzt teilen

Im Jahr 2017 feiern die Evangelischen Kirchen das Reformationsjubiläum. 500 Jahre nachdem Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablass veröffentlichte, wird in Österreich mit Bier angestoßen, das in einer kleinen Privatbrauerei in Oberkärnten produziert wird. Dass der sinnesfreudige Theologieprofessor aus Eisleben dem Gerstensaft nicht abgeneigt gewesen war, ist bekannt. Überliefert sind Bekenntnisse wie „Wer kein Bier hat, hat nichts zu trinken“ oder „Ein Kännlein Bier wider den Teufel ihn damit zu verachten“. Auf Initiative von Pfarrer Michael Guttner aus der Gemeinde Feld am See beliefern seit Oktober 2016 zwei kleine Brauereien aus Kärnten österreichweit evangelische Pfarrgemeinden mit dem Luther-Bier: die Shilling-Brauerei aus Radenthein und die Biermanufactur Loncium aus Kötschach-Mauthen.

Ulrich Bacher braut seit 2013 das nach dem schottischen Shilling-Ales benannte Shilling-Bier im Ein-Mann-Betrieb. Er produziert die drei Standardsorten: Shilling Hell, Shilling Granat und das Shilling Nock Ale. Es gibt aber auch immer wieder „Spezialbiere“ wie das Roggn´n Roll, ein speziell eingebrautes Herbstbier, das wie das Luther-Bier in Kooperation mit Loncium gebraut wird.

Die Biermanufaktur Loncium gibt es seit 15 Jahren. Angefangen haben Alois Planner und Klaus Feistritzer mit 50 Litern, mittlerweile brauen sie 2000 Hektoliter pro Jahr. Zwölf verschiedene Sorten werden ganzjährig produziert und saisonale Spezialitäten kommen dazu. Und jetzt eben das helle Luther-Bier.

Bestellungen für das offizielle Luther-Bier der Evangelischen Kirchen in Österreich nimmt die Pfarrgemeinde Feld am See entgegen.

Kontakt: michaelguttner@aon.at; Tel. 04246 23 40, Mobil: 0699 1364 00 90

Das 5 Liter Fass kostet 21.50 Euro, die 0,33 Liter Flasche 2.10 Euro

 

„Dem Volk aufs Maul schauen“ Populismus und Sprache

Fünfte Veranstaltung im Rahmen der Reihe „future ethics. Diskursraum der offenen Gesellschaft“
Thema: Populismus und Sprache

Martin Luther, Fegefeuer und Ablasshandel Ein geschichtlicher Überblick zur Reformation

Die Welt befindet sich im Spätmittelalter und in der beginnenden Neuzeit im Umbruch. Es gibt keine Sicherheiten mehr, die Menschen suchen nach etwas, das ihnen Gewissheiten geben kann und die Welt erklärt.