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Wie bereits berichtet, ist der Weg des Buches der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich, der entlang der Route der Bibelschmuggler zur Zeit des Geheimprotestantismus von Ortenburg in Niederbayern bis Agoritschach im Dreiländereck Österreich, Slowenien und Italien führt, Teil des europäischen Projekts European Cultural Route of Reformation geworden. Unsere Partner kommen aus Ungarn, Slowenien, Polen, Tschechien, Deutschland und Italien. Ziel der Förderung durch den Europarat ist es, die Wander- und Radwege dieser Länder zu vernetzen und als europäische Kulturroute auszuzeichnen.

Die Verlängerung des österreichischen „Weg des Buches“ wird aktuell von der Evangelischen Kirche kartografiert und historisch aufgearbeitet. Im Norden führt sie durch Deutschland bis nach Zwickau, wo  sie auf den Lutherweg trifft und sich mit diesem verbindet.

Die südliche Verlängerung von Kärnten über die slowenische Grenze und Italien bis nach Triest folgt den Spuren zweier wichtiger Protestanten. Der slowenische Reformator Primož Trubar (1508–1586) war der Begründer der slowenischen Schriftsprache und Autor erster (religiöser) Bücher. Ausserdem übersetzte er das Neue Testament vollständig in seine Muttersprache. Der Weg des Buches bietet Gelegenheit, ein Gedenkzimmer auf der Burg Bled sowie Stätten seines Wirkens in Triest zu besuchen.

7 Tag WdB Do 5.6.14 Zg. Radovna - Bled (188) Burg Bled

Der südliche Weg folgt zudem den Spuren der Gräfin Elvine de La Tour (1841–1916). Er führt in Treffen und in der Nähe von Görz an Heimen vorbei, die sie für in Not geratene Menschen gegründet hatte. Ausserdem kann man ihr inmitten italienischer Weinberge gelegenes Schloss besuchen.

40 Smartno - Russiz (153) Villa Russiz

Der Weg des Buches ist nur ein Teil des EU-Projekts European Cultural Route of Reformation, das das reformatorische und protestantische Kulturerbe in Mitteleuropa verbinden und sichtbar machen will. Unter Berücksichtigung eines nachhaltigen und umweltfreundlichen Tourismus werden regionale Entwicklung, lokale Betriebe und Sehenswürdigkeiten des attraktiven Weges gefördert.

Ajda Gabrič, MA, Praktikantin, Projekt European Cultural Route of Reformation

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