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Katharina von Bora (Foto: Evangelisches Diözesanmuseum Murau)

„Frauenpower – starke evangelische Frauen von der Reformationszeit bis heute“ ist der Titel einer aktuellen Ausstellung anlässlich des Reformationsjubiläums im Rathaus in Murau, die am 1. April eröffnet wurde. Eine besondere Wirkung der Reformation sei es gewesen, die Rolle der Frau in Kirche und Gesellschaft neu zu benennen. Dies wolle die Ausstellung an einzelnen Beispielen deutlich machen.

„Die Ausstellung widmet sich vier Bereichen: den starken Frauen in der Bibel, den starken Frauen in der Reformation, den starken Frauen in der Erziehung und der Gegenreformation sowie den starken Frauen von heute bis zur Einführung der Frauenordination 1980“, erklärt der frühere steirische Superintendent Ernst-Christian Gerhold, Obmann des Evangelischen Diözesanmuseums in Murau.

Die Ausstellung gibt Einblicke in alle vier Bereiche und zeigt auf, welchen Einfluss Luthers Theologie auf die Rolle der Frau in Kirche und Gesellschaft ausgeübt hat. So habe Luther etwa in seiner Bibelübersetzung die Frauen immer mit ihrem vollständigen Namen genannt und diese nicht vermännlicht, wie das in der katholischen Tradition zum Teil üblich war. Daneben forderte Luther Schulbildung auch für Mädchen sowie die prinzipielle Gleichwertigkeit von Mann und Frau in der Ehe. Auch die Einführung der Frauenordination ließe sich indirekt auf Luther zurückführen.

Neben berühmten Frauen aus der Reformationszeit wie Katharina von Bora oder Dorothea Jörger werden auch evangelische Frauen der Gegenwart vorgestellt, etwa die deutsche Luther-Botschafterin Margot Käßmann, aber auch österreichische Pfarrerinnen.

Die Ausstellung „Frauenpower – starke evangelische Frauen von der Reformationszeit bis heute“ ist noch bis zum 30. Juni im Rathaus Murau (8850 Murau, Raffaltplatz 10) zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag 8 Uhr bis 12.30 Uhr sowie dienstags und donnerstags zusätzlich von 14 Uhr bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Text: epdÖ

Betrachtung von Margot Käßmann

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