Foto: Johann Jaritz/wikimedia
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Abschluss der Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum in Villach:

Landeshauptmann Peter Kaiser, Superintendent Manfred Sauer, Superintendentialkuratorin Helli Thelesklaf und Bischof Alois Schwarz.

Foto: LPD/O. Höher

Mit einem großen Fest in Villach fanden die Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum in der Diözese Kärnten/Osttirol am Dienstag, 31. Oktober, ihren Höhepunkt. In Anwesenheit des Kärntner Landeshauptmanns Peter Kaiser, des Villacher Bürgermeisters Günther Albel sowie des katholischen Diözesanbischofs Alois Schwarz feierten die Besucher und Besucherinnen den Beginn der Reformation vor 500 Jahren. Für Superintendent Manfred Sauer sollte die ökumenische Ausrichtung der Feier zum Ausdruck bringen, „dass wir als Evangelische Kirche, aber auch in der Ökumene, einen Beitrag leisten können für ein friedliches Zusammenleben“.

Bischof Michael Bünker hatte bereits in seiner Predigt zum Eröffnungsgottesdienst auf den befreienden Charakter der reformatorischen Botschaft hingewiesen: „Das Evangelium vertreibt die Angst. Es schenkt neues Leben. Es befreit und öffnet die Augen für die Not der Anderen und vertreibt Trauergeister.“ Der Bischof betonte mit Blick auf den Anlass der Feierlichkeiten auch die enge Verbindung des Historischen mit dem Aktuellen. „Gerade auch in einem besonderen historischen Moment“ wie dem 500. Jahrestag des Thesenanschlags durch Martin Luther stärke sich eine Gemeinschaft für Zukünftiges.

Im Rahmen des Festakts wurde Gerwin Müller, Aufsichtsratsvorsitzender der Diakonie de La Tour, von Landeshauptmann Peter Kaiser mit dem „Großen Goldenen Ehrenzeichen des Landes Kärnten“ ausgezeichnet. Kaiser würdigte die Arbeit Müllers, unter dessen Vorsitzführung „sich die Diakonie de La Tour als tragende Säule des Kärntner Sozial- und Gesundheitswesens beständig weiterentwickelt“ habe. Mit mehr als 80 Einrichtungen und rund 1550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kärnten, Osttirol und der Steiermark ist die evangelische Diakonie de La Tour eine der größten Sozialorganisationen im Süden Österreichs.

Den musikalischen Höhepunkt des Festabends bildete ein Konzert des überregionalen Ensembles „Academia Ars Musicae“, das unter der Leitung von Brian Finlayson mit Felix Mendelssohn Bartholdys „Reformationssinfonie“ aufwartete. Zu hören waren zudem ausgewählte Stücke aus dem Kompositionsprojekt „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!“. Das Projekt war zum Jubiläumsjahr von Superintendent Manfred Sauer und dem Leiter des „trigonale“-Festivals der Alten Musik, Stefan Schweiger, initiiert worden. Weitere Programmpunkte bildeten der Luther-Rap des Schülerchors der Neuen Mittelschule Radenthein, ein Platzkonzert der Gitschtaler Trachtenkapelle sowie der Kärntner Landesjugendchor unter der Leitung von Bernard Wolfsgruber. Wolfgang Muthspiel, Tristan Schulze, Helga Duffek und Manfred Sauer sorgten mit Text- und Musikmeditationen für die spirituelle Gestaltung des Abends.

Text: epdÖ

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