Foto: epd/Uschmann
Stelenpark

Zum Reformationsjubiläum ist im Villacher Stadtpark das Kunstwerk von Nadja Brugger-Isopp zu sehen

Im Stadtpark Villach wurde direkt vor der evangelischen Kirche der Stelenpark eröffnet. Sechs Meter Höhe und 11,4 Zentimeter im Querschnitt messen die 22 Stelen aus Edelstahlrohr, die seit einigen Tagen Passantinnen und Passanten in Staunen versetzen. Von der zeitgenössischen Idee des Kunstwerks zeigten sich Bürgermeister Günther Albel und Superintendent Manfred Sauer bei der Eröffnung am 6. Juli begeistert. Die aus Annenheim stammende Kärntner Künstlerin und Gewinnerin des von der Stadt Villach ausgeschriebenen Wettbewerbs anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums hat hier eine raumgreifende Installation von 22 Stäben geschaffen, die in S-förmigem Schwung auf die Kirche zulaufen und imaginär durch sie hindurchgehen.

Die Stäbe symbolisieren die Verbindung von Himmel und Erde, von Gott und Mensch. „Sie nehmen Bezug auf Jakobs Traum von der Himmelsleiter, wo Engel als Boten auf- und niedersteigen und sich eine Begegnung zwischen Jakob und Gott ereignet. Jakob erkennt, dass er trotz seiner Schuld Gottes Segen gewiss sein kann. So gestärkt kann er seinen schweren Weg weitergehen, um dann an das verheißene gute Ende zu gelangen“, erklärt Manfred Sauer. Im Kontext des 500-jährigen Reformationsjubiläums signalisierten die Stäbe in ihrer Bewegung die dynamische Kraft des Glaubens und die frei werdende Kreativität in den Augenblicken, in denen sich Gott und Mensch begegnen.

Text: epdÖ

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