Fotos: Martin Lifka
Leymah Gbowee 3

„We are fed up with the war“ (dt. „Wir haben die Nase voll vom Krieg“):  Als der Bürgerkrieg in Liberia (1989 – 2003) seit über zehn Jahren tobt und immer bestialischer wird, geht ein Ruck durch die weibliche Bevölkerung des afrikanischen Staats. Leymah Gbowee ist vorn dabei: „Wir haben die Nase voll vom Krieg.“ Ihr Ziel: Die liberianischen Frauen sollen sich zusammentun und den Krieg beenden. Ein schier unmögliches Unterfangen – das 2003 Wirklichkeit wird.

Leymah Gbowee führt über ethische und religiöse Grenzen Frauen zusammen und wird 2001, mit 29 Jahren, Koordinatorin der Organisation „Women in Peacebuilding“. Ein Jahr später gründet sie die Bewegung „Women of Liberia Mass Action for Peace“. Gemeinsam demonstrieren die Frauen, weiß gekleidet. Sie singen, tanzen und rufen u.a. zum Sex-Streik auf. Der gewaltlose Protest weckt internationale Aufmerksamkeit und Unterstützung. Letztlich, 2003, zwingt der weibliche Widerstand den damaligen Präsidenten Charles Taylor zum Einlenken und zu Friedensverhandlungen.

Leymah Gbowee ist weiterhin aktiv – als Friedensaktivistin, Streetworkerin, Beraterin und Frauenrechtlerin. Sie arbeitet in mehreren Friedens- und Menschenrechtsorganisationen mit. 2011 erhält sie den Friedensnobelpreis und gründet die Gbowee Peace Foundation Africa sowie die Liberia Reconciliation Initiative. Außerdem ist sie Mitglied der Nobel Women’s Initiative – einer Gruppe von sechs weiblichen Friedensnobelpreisträgerinnen, die sich für Menschenrechte, Gerechtigkeit und Gleichstellung einsetzen. Die Mission der Initiative ist es, Grassroot Frauenorganisationen und -bewegungen und deren Bemühungen für einen gewaltlosen, nachhaltigen Frieden auf der ganzen Welt sichtbar zu machen.

Lassen Sie sich auf dem #Fest 500 am 30. September mitreißen: Leymah Gbowee wird auf der Festbühne vor dem Wiener Rathaus ab 17.30 Uhr zu erleben sein.

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