Die 42-zeilige Bibel, das Hauptwerk Gutenbergs (Foto: Wikipedia)
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Die Reformation revolutionierte nicht nur das geistliche Leben. Sie stieß auch eine umfangreiche gesellschaftspolitische Entwicklung an. Ausgehend von Luthers Berufung auf das eigene Gewissen entdeckten die Menschen zunehmend ihre eigene Persönlichkeit – und wurden mündiger gegenüber der Kirche und dem Staat. Das führte zu einer Erosion der uneingeschränkten Macht der bisherigen Autoritäten. Aus der Freiheit jedes Einzelnen entstand die Gewissensfreiheit, die bis heute unser Miteinander in Staat, Kirche und Gesellschaft prägt. Entsprechend erwuchs aus der Reformation ein neues Verständnis von Öffentlichkeit.

Mithilfe des bereits im 15. Jahrhundert von Gutenberg erfundenen Buchdrucks verbreiteten sich Luthers Schriften explosionsartig im ganzen Land und damit auch die von ihm verwendete Sprache. Luthers Übersetzung der Bibel ins Deutsche war der Grundstein für die Entstehung einer einheitlichen deutschen Schriftsprache. Sie eröffnete erstmals auch den Menschen aus niederen Bildungsschichten einen Zugang zu Sprache, Kommunikation und Medien. Der Buchdruck ersetzte den geistlichen Stand, der bis dahin als alleinige heilsvermittelnde Institution auftrat. Gottes Wort stand jetzt prinzipiell allen offen, die lesen konnten. Die Reformation sorgte so für einen gewaltigen Bildungsschub. Die Alphabetisierung der gesamten Bevölkjerung – Mädchen wie Buben – wurde zum neuen Bildungsideal.

 

Quelle: http://www.luther2017.de/de/reformation/und-gesellschaft/

Frauen und Reformation Evangelische Frauenarbeit in Österreich

Welchen Anteil hatten Frauen an den Umbrüchen des 16. Jahrhunderts? Dieser Frage geht ein Arbeitsbuch der Evangelischen Frauenarbeit in Österreich nach.

Regisseur und Schaupieler Karl Markovics, der beim Fest500 am Wiener Rathausplatz durch das Abendprogramm führte, deklamiert anlässlich 500 Jahre Reformation die legendäre Rede des US-amerikanischen Bürgerrechtlers für Freiheit und Gerechtigkeit.

Selbstbewusst und mutig Frauen der Reformation

In den letzten Jahren ist das Interesse an der Rolle der Frauen bei der Reformation stark gestiegen.

Die weibliche Seite der Reformation Über mutige Verfechterinnen des evangelischen Glaubens

Luthers neue Ideen wurden nicht nur von Männern aufgegriffen, sondern massgeblich auch von Frauen.

Lieder der Reformation Die Geburtsstunde des Gesangbuches

„Herr Christ, der einig Gotts Sohn“ (Evangelisches Gesangbuch 67)