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Bürgermeister Günter Albel mit Superintendent Mag. Manfred Sauer und Museumsleiter Dr. Kurt Karpf bei der historischen Kniehebelpresse.

Foto: Oskar Höher, Stadt Villach

Unter dem Titel „Ringen um den Glauben“ zeigt das Villacher Stadtmuseum eine umfangreiche Sonderausstellung zum 500-jährigen Reformationsjubiläum. Villach war die erste evangelische Stadt Kärntens. Die Geschichte des Protestantismus ist somit ein wichtiger Teil ihrer Identität.

Bürger, Händler und der Adel der Stadt verfügten im 16. Jahrhundert über gute Kontakte nach Deutschland. Damit fiel die Reformation hier auf fruchtbaren Boden. „Die Villacher waren sozusagen am Puls der Zeit“, formuliert Museumsdirektor Kurt Karpf. Wichtige Exponate aus dem eigenen Bestand sowie bedeutsame Leihgaben zeigen das „Ringen um den wahren Glauben“ auf evangelischer wie katholischer Seite. Darunter befinden sich u.a. ein Porträt von Martin Luther und seiner Frau Katharina des Malers Lucas Cranach, eine Kniehebel-Druckerpresse (1873) und eine Ablassurkunde aus dem Jahr 1718.

Das evangelische Jahrhundert in Villach endete mit den Maßnahmen der Gegenreformation um 1600. Sie führten dazu, dass viele Bürger- und Adelfamilien auswanderten.

Die Sonderausstellung bietet historische Objekte und verbindet sie mit modernster Technik (Virtual Reality). Die multimediale Aufbereitung läßt die Geschichte lebendig werden und macht den Besuch zu einem spannenden Erlebnis. Zusätzlich wurde in die Ausstellung das Kärnten-Relief im Schillerpark mit einer künstlerischen Installation integriert. Und auch der Tourismusverband bietet Stadtführungen zum Thema an.

Die Sonderausstellung des Stadtmuseums ist bis zum 31. Oktober, dienstags bis sonntags von 10 bis 16.30 Uhr, geöffnet. Montags und feiertags geschlossen.

Das Releif im Schillerpark ist ebenfalls bis zum 31. Oktober, montags bis samstags von 10 bis 16.30 Uhr, geöffnet.

Termine für Stadtführungen können hier gebucht werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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