Foto: wikipedia

Zum Auftakt des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ verzeichnet das Netzwerk europäischer Reformationsstädte prominenten Zuwachs: der begehrte Titel wurde an Venedig verliehen. Damit umfasst das Städteprojekt der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) derzeit 75 teilnehmende Kommunen in 15 europäischen Ländern.

Zur Zeit der Reformation sei Venedig mächtigste Seerepublik Italiens gewesen, erklärt GEKE-Generalsekretär Bischof Michael Bünker zur Titelverleihung. „Das Bewusstsein der Unabhängigkeit von Rom zog sich durch alle Schichten der venezianischen Gesellschaft. Zusätzlich brachte der multinationale Charakter der Bevölkerung eine gewisse Offenheit gegenüber Kultur und Ideen, so aúch reformatorischer, von jenseits der Alpen mit sich. Als Hauptstadt des europäischen Verlagswesens habe Venedig für die Ausbreitung der reformatorischen Bewegung in Italien eine Schlüsselstellung eingenommen und sei ein Zentrum der Reformation in Italien gewesen, bis diese vielfältige Bewegung zum Ende des 16. Jahrhunderts von der im Veneto besonders aktiven Inquisition zerschlagen worden sei, so Bünker weiter.

Die neben Venedig weiteren 74 teilnehmenden Städte liegen in Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Lettland, den Niederlanden, Polen, Schottland, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Am dichtesten ist das Netz der „Reformationsstädte Europas“ in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Hier gehören Graz, Klagenfurt, Steyr, St. Pölen, Villach, Waidhofen an der Ybbs und Wien zu den Reformationsstädten.

Ausführlichere Informationen zu Städten und Veranstaltungen auf

www.reformation-cities.org

Text: epdÖ

 

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