Foto: Stadt Waidhofen
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Bischof Michael Bünker überreicht Bürgermeister Werner Krammer am 13. November 2016 in der Bürgerspitalkirche die Ernennungsurkunde / Foto: Der Ybbstaler

Im Rahmen eines Festgottesdienstes erhielt die niederösterreichische Stadt Waidhofen an der Ybbs am 13. November 2016 das Prädikat „Reformationsstadt Europas“. Die Urkunde wurde von Michael Bünker, Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich, persönlich überreicht. Die Reformationsstädte Europas sind ein Partnerschaftsprojekt der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE). Bereits 73 Städte aus 14 Ländern haben das Label „Reformationsstadt Europas“ bereits erworben und tragen damit das Gedenken an die Reformation in die Öffentlichkeit. In Österreich beteiligen sich die Städte Graz, Klagenfurt, St. Pölten (ab 24.01.2017), Steyr, Villach und Wien.

Im wohlhabenden Waidhofen hatten sich die Ideen Luthers schnell ausgebreitet und machten aus Waidhofen um 1550 eine fast gänzlich protestantische Stadt. Die damit verbundene Opposition gegen den Grundherrn, den Bischof von Freising, führte schließlich 1587 zum gemeinsamen Eingreifen einer kaiserlich-bischöflichen Kommission. Der evangelische Stadtrat wurde abgesetzt und die Rekatholisierung mit teils harten Maßnahmen durchgesetzt.

Heute gibt es in Waidhofen wieder eine evangelische Gemeinde, deren ökumenische Arbeit darin zum Ausdruck kommt, dass Katholische und Evangelische in der Bürgerspitalkirche ihre Gottesdienste feiern. Diese Kirche war im 16. Jahrhundert evangelisch.

Aus Anlass des Reformationsjubiläums bietet Waidhofen im kommenden Jahr ein vielfältiges Kulturprogramm mit einer Ausstellung, historischen Stadtführungen, Kabarett, Konzerten und anderem mehr.

Hier finden Sie weitere Informationen.

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