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ARCHIV - Der Kandidat von SPD und Grüne für das Amt des Bundespräsidenten, Joachim Gauck, hält am 22.06.2010 im Deutschen Theater in Berlin eine Grundsatzrede. Die schwarz-gelbe Koalition hat sich am Sonntag (19.02.2012) mit SPD und Grünen auf den früheren DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck als Kandidat für das Bundespräsidentenamt geeinigt. n. Foto: Wolfgang Kumm dpa  +++(c) dpa - Bildfunk+++

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Die evangelischen Kirchen feiern weltweit 500 Jahre Reformation. In Berlin eröffnete der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck am 31. Oktober 2016 das Festjahr und würdigte die von Martin Luther auf den Weg gebrachten Reformen. Diese hätten nicht nur die christlichen Kirchen, sondern auch die moderne Gestalt unseres Gemeinwesens entscheidend geprägt.

Luther habe mit seinen 95 Thesen die Tür in eine neue Welt aufgestoßen, in der die Begriffe Freiheit und Gnade eine zentrale Rolle spielten. Er selbst stehe in seiner Person für die Freiheit eines Christenmenschen, den der Freimut auch nicht vor den höchsten staatlichen Instanzen verlassen habe. Aus dem Mut und der Freiheit, sein Leben selbst zu gestalten, sei anschließend der Ruf nach politischer Freiheit entstanden.

Neben der Wahrheit des Evangeliums und der durch sie ermöglichten Freiheit sei Gnade ein weiteres wichtiges Wort der Reformation. Luthers Erfahrung sei es gewesen, dass wir allein durch die Gnade Gottes zu einem gerechten und guten Menschen werden. Dieser Begriff erscheine uns heute fremd, obwohl wir sie gerade heute so sehr nötig hätten. In unserer Gesellschaft mache sich derzeit ein Ungeist der Gnadenlosigkeit, des Niedermachens, der Selbstgerechtigkeit und der Verachtung breit. Diesem sollten wir immer wieder Momente von tätiger Zuwendung und die Bereitschaft zu Umkehr und Veränderung entgegensetzen. Was wir heute bräuchten, seien „Agenten der Entängstigung“ – so wie es Luther dereinst mit gelassenem Trotz formuliert habe: „Und wenn die Welt voll Teufel wär / Und wollt uns gar verschlingen / So fürchten wir uns nicht so sehr / Es soll uns doch gelingen…“

In diesem Sinne sei das Gedenken an die Reformation eine aktuelle Herausforderung für unser Denken und Handeln und ein Appell, unserem Gemeinwesen in ständiger Bereitschaft zur Erneuerung verbunden zu bleiben.

Hier können Sie die ganze Rede nachlesen.

http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Joachim-Gauck/Reden/2016/10/161031-Festakt-Reformation.html

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